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Info-Veranstaltung für Üatienten und Angehörige

Diabetes kennt kein Alter

Das Forum für Diabetiker, Angehörige und Interessierte wird jährlich vom Deutschen Diabetikerbund, Landesverband Brandenburg e. V. in enger Kooperation mit dem St. Josefs-Krankenhaus Potsdam veranstaltet. In diesem Jahr traf man bereits zum 12. Mal zum Diabetikertag zusammen.

Ziel des gemeinsamen Forums ist die Aufklärung zum Thema Diabetes mellitus und der rege Informations- und Erfahrungsaustausch mit Betroffenen. Die zahlreichen Besucher nutzten die Zeit bis zum Beginn der Vorträge für einen Rundgang durch die Industrieausstellung oder ließen sich kostenfrei den Blutzucker testen. Der Landesverband Brandenburg e. V. stellte sich mit einem Stand vor und informierte ausführlich zum Stellenwert der Selbsthilfe bei Diabetes.

Die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus steigt stetig, diese Stoffwechselstörung wird oft nur zufällig entdeckt. Es gibt immer noch eine „Dunkelziffer“ unerkannter Diabetiker. Während der bundesweite Durchschnitt von Diabetikern bei 8,6 % liegt, steht Brandenburg nach einer aktuellen AOK Studie mit 11,2 % Betroffenen bundesweit an der Spitze. Konkret sind das 281.000 betroffene Brandenburger.  Das Thema der Veranstaltung „Diabetes kennt kein Alter“, beschäftigt uns tagtäglich bei der Behandlung „ alter“ Menschen. Die Definition Alter ist hinlänglich bekannt, ab dem 50. Lebensjahr sprechen wir von den alternden Menschen, alt lt. WHO Definition, ist der Mensch ab dem 76. Lebensjahr.

Chefarzt Dr. Manuel Anhold, seit Januar 2019 Chefarzt im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin, definierte im Eröffnungsvortrag den Geriatrischen Patienten. Erstellte unter anderem geriatrische Behandlungssettings, Alterssyndrome, essentielle Multimorbidität und deren Zusammenhang  mit Diabetes mellitus vor.

Dr. Gesine Dörr diskutierte veränderte Grenzwerte bei Diabetikern im Alter. So ist eins der vorrangigen Ziele, die Vermeidung von Hypoglykämien und die Gabe von Antidiabetika vs. Alter regelmäßig zu evaluieren. Ulrike Gerstmann, Ernährungs- und Diabetesberaterin am St. Josefs-Krankenhaus stellte die Frage: „Essen alte Menschen anders?“. Fazit des Vortrags: die Zusammensetzung unserer Nahrung soll im Altern weiterhin den Ansprüchen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, wie übrigens in jedem Lebensalter, entsprechen, jedoch noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse eingehen.

Einen bewegten Abschluss fand die Veranstaltung durch Jana Magerl vom Club aktiv in Potsdam. Nach einer kurzen theoretischen Betrachtung zu Veränderungen der Muskulatur im Alter und einer bewussten Gegensteuerung folgten ein paar praktische Übungen. Die Teilnehmer hatten Freude an der spontanen Aktivität. Bewegung kann in jedem Alter so einfach sein!

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